Bibliotheca Bipontina
Wissenschaftliche Bibliothek zu Zweibrücken

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Die virtulle Ausstellung der Bibliotheca Bipontina

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Stammbaum ab Herzog Wolfgang

Herzog Wolfgang wurde am 26. 9. 1526 in Zweibrücken geboren. Er war der einzige Sohn des Pfalzgrafen Ludwig II. und dessen Gemahlin Elisabeth, Tochter des Landgrafen Wilhelm von Hessen. Nach dem frühen Tod des Vaters unter der Vormundschaft seines Onkels Pfalzgraf Ruprecht und seiner Mutter erzogen, übernahm er 1544 das Herzogtum. Durch seine Eheschließung mit Anna, der Tochter des Landgrafen Philipp dem Großmütigen von Hessen, wurde er eng ans  lutherische Lager gebunden. Am 1. 6. 1557 führte er, auch beeinflußt von Melanchthon und Brenz, seine neu geschaffene Kirchenordnung ein.
In der Tradition der Reformatoren widmete sich Herzog Wolfgang besonders dem Schulwesen. So wurde durch ihn 1559 das berühmte Gymnasium in Hornbach gegründet, welches er großzügig mit einer eigenen Bibliothek ausstattete. Teile von ihr bewahrt die  Bibliotheca Bipontina noch heute auf.

 

Nach dem Tod des kinderlos verstorbenen Kurfürsten Ottheinrich bekam Herzog Wolfgang das Fürstentum Neuburg, das er vorher bereits verwaltet hatte, übereignet.
Folgenreich für die Finanzen seines Herzogtums wurde Wolfgangs ergebnislose Unterstützung der Hugenotten in Frankreich, 1569. Während des Feldzuges verstarb er am 11.6.1569 in Nessun bei Limoges. Das Meisenheimer Testament Herzog Wolfgangs vom 18.8.1568 wurde von wesentlicher staatsrechtlicher Bedeutung für die Familiengesetze des Hauses Wittelsbach.Herzog Wolfgang ordnete hierin noch die Teilung seines Landes unter seinen Söhnen an, verbot jedoch für die Zukunft jede weitere Aufspaltung. Er führte für sein Haus die Erbfolge nach dem Recht der Erstgeburt ein.

Nach dem Aussterben der Zweibrücker Hauptlinie übernahmen die Nachfahren des in Birkenfeld ansässigen Karl I., dem jüngsten Sohn Herzog Wolfgangs, die Regentschaft über Pfalz-Zweibrücken. Karl I. wurde damit auch zum Stammvater des Bayerischen Königshauses

 Stammbaum ab Karl I.

Wahlspruch

Wahlsprüche des Pfalzgrafen Karl von Birkenfeld (1560 - 1600) aus der Lufft-Bibel (Wittenberg 1543)
" J(ustitia) E(xaltat) G(entem) - Gott wende alle Dinge zum Besten - Sis sapiens, et sis patiens dicendo, silendo: Qui sapit, et patitur denique victor erit"

(Die Gerechtigkeit erhöht das Volk - Weise sei und geduldig im Reden und Schweigen, wer weise ist und geduldig, wird schließlich Sieger sein."

 

Ramus, Petrus: Grammatica. Paris: Wechsel 1572      L 117

Pergamentband von Karl  von Birkenfeld. Die Provenienz ist sowohl auf dem Einband ("H C P" - 1575) als auch dem Titelblatt von Karls eigener Hand ("1577 - I. E. G. - Carolus Comes Palatinus Rheni etc.") vermerkt.-
Es handelt sich bei dieser Grammatik um einen der ersten erhaltenen Bände des Pfalzgrafen.

 Sein erstes Buch

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