Bibliotheca Bipontina
Wissenschaftliche Bibliothek zu Zweibrücken
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Bipontina, wie sie heute besteht, vereinigt mehrere unterschiedliche
Büchersammlungen in sich. |
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Die Birkenfelder Bibliothek wurde
im 18. Jahrhundert nach Zweibrücken gebracht, ausgebaut und
sogar wissenschaftlich Interessierten zugänglich gemacht. -
Christian IV. widmete sich dieser herzoglichen sowie der Schul-Bibliothek
in vorbildlicher Weise. Ein fester Bibliotheksetat wurde eingeführt,
der Gelehrte Crollius zum Bibliothekar ernannt. Auch die berühmte
Klassiker-Ausgabe, die Editiones Bipontinae, entstand in diesem
Umfeld. Das Wachsen von Karls Bibliothek läßt sich an Hand der Provenienzeinträge in den einzelnen Bänden recht gut nachvollziehen. Pfalzgraf Karl hatte die Angewohnheit, in alle ihm eigenen Bücher zumindest seinen Namen und das Kauf- bzw. Geschenkdatum einzutragen. Oft fehlte auch einer seiner Wahlsprüche nicht. Auch Geschenke lassen sich so vermittels entsprechender Aufschriften leicht zuordnen.
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Pfalzgraf Karl bekommt seine ersten Bücher, vorwiegend theologische Werke, geschenkt. |
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1573 ff |
Erweiterung der Büchersammlung am kursächsischen Hof in Dresden durch Kauf und großzügige Geschenke theologischer und literarischer Werke, vorwiegend in lateinischer Sprache. Die eindeutig lutherische Orientierung des Pfalzgrafen zeigt sich bereits im Aufbauseiner Bibliothek. - Besonders wertvoll sind in dieser Zeit prachtvolle Einbände aus der Werkstatt des für sein Handwerk Maßstäbe setzenden Hofbuchbinders Jakob Krause. |
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1577 ff |
Während seines Studiums und Rektorats in Heidelberg wird die Bibliothek, wohl in Vorbereitung auf Karls zukünftige Rolle als Landesvater, vorwiegend um rechtswissenschaftliche Literatur erweitert. Theologische Tagesfragen, vorwiegend die Auseinandersetzungen zwischen Lutheranern und Reformierten machen den Inhalt eines großen Teils der Bibliothek aus. |
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1584 |
Vermehrung der Bibliothek im Jahr der Gründung der Residenz in Birkenfeld durch Übernahme von Büchern des 1583 verstorbenen Kurfürsten Ludwig VI. von der Pfalz. |
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1585 |
Kurfürstin Anna von Sachsen schenkt Karl eine kostbare elfbändige bei Jakob Krause gebundene deutsch-lateinische Bibelausgabe "in mütterlichem Wohlwollen". |
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1586ff |
Beträchtliche Bibliothekserweiterungen durch Bücherkauf bei den Messen in Frankfurt am Main, Bücherversteigerungen, Ankauf von Privatbibliotheken und Autorengeschenke. |
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1597 |
Die Bibliothek des verstorbenen Friedrich von Parkstein wird unter den Brüdern aufgeteilt. |
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1600 |
Pfalzgraf Karl hinterläßt
bei seinem Tod eine ansehnliche Büchersammlung, die er offensichtlich
noch erweitern wollte. Lange nach seinem Tod treffen noch von ihm
bestellte Bücher ein.In seinem Testament macht Pfalzgraf Karl
seinen Erben die Pflege und Erweiterung der Bibliothek zur Pflicht
und bestimmt "die Bibliothek bey der Graffschafft Sponheim (zu)
lassen". (Literatur: Svensson, Lars: Die Bibliotheca Bipontina. Beiträge zu ihrer Geschichte. Phil. Diss. Mainz 1999)
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